Seit 1981 die Abteilung „Umweltschutz“ eingerichtet wurde, ist es der Stadt Wels ein großes Anliegen, auf Basis von fundierten Energiekonzepten und Energieberichten die Energiespar-, Energieeffizienz- und Klimaschutz-Agenda voranzutreiben. Diese bewährte Vorgangsweise wurde auch für das Leitprojekt „Energiestadt Wels“ übernommen: Wichtige Module bzw. Modulteile des Projekts sind daher auch der Datenerhebung und Evaluierung gewidmet. Bisher konnten damit folgende Erkenntnisse gewonnen werden:
Im Gebiet der Stadt Wels sind die wichtigsten Energieversorger die EWW (Elektrizitätswerke Wels AG; 912 GWh Erdgas und 167 GWh Fernwärme in 2008), die WSG (Wels Strom GmbH; 478,3 GWh Strom in 2008) und diverse Heizöl- und Brennstoffhändler. Der Stellenwert der Umweltenergien (Sonnenenergie, Wasserkraft, Erdwärme) und biogenen Energien (feste, flüssige und gasförmige Biomasse) steigt in Wels natürlich vor dem Hintergrund der ambitionierten Ziele und Umsetzungsmaßnahmen kontinuierlich an.
Von insgesamt 1.627 GWh/Jahr nutzen die Abnehmer 2008 im Stadtgebiet von Wels 1.147 GWh/Jahr für stationäre Anwendungen (= 70% für Wärme und Strom) und 480 GWh/Jahr für Mobilität (= 30% für Verkehr).
Der Energiebezug für stationäre Anwendungen erfolgte 2008 über nachfolgende Energieträger:
Die Abnehmerstruktur in Wels kann in Haushalte, öffentliche Objekte, Gewerbe, KMU, Industrie und Landwirtschaft unterteilt werden, wobei sich der Energiebezug in 2008 für Wärme und Strom so darstellt:
Teilt man die Anwendungsfälle für Wärme und Strom auf, so
ergibt sich folgendes Bild:
Der Energieverbrauch in Wels hängt von vielen Faktoren ab: z.B. von der Wirtschaftslage, Klimaentwicklung, Anzahl der Haushalte, Verkehrsentwicklung u.s.w. Erwartet wird ein starker Anstieg bei Fernwärme, el. Strom und erneuerbaren Energien (Biomasse, PV, Solarthermie). Von den fossilen Energieträgern wird wahrscheinlich mittelfristig nur Erdgas einen relativ konstanten Verbrauch aufweisen, wohingegen jener von Kohl, Koks und Heizöl stark rücklaufend sein wird.