Beim Magistrat der Stadt Wels wurde bereits 1981 eine eigene Organisationseinheit „Umweltschutz“ eingerichtet: Damit gehört Wels zu den ersten Städten Österreichs, die sich diesem Thema aktiv angenommen hat und schon 1983 wurde die Heizungsumstellung zwecks Luftreinhaltung und Klimaschutz und ab 1994 der Einsatz von „Alternativenergie“ durch einen finanziellen Zuschuss gefördert.
Der Klimaschutzgedanke, der lfd. Ausbau der öffentlichen Angebote und die damit verbundenen Infrastruktur- und Energiekosten waren die Impulse in den Jahren 1997 – 1999 ein umfassendes Energiesparkonzept für die Stadt Wels auszuarbeiten. Seit 2000 wird dieses schwerpunktmäßig und zielstrebig umgesetzt. Konkrete Maßnahmen und Erfolge wurden erstmals im „Energiebericht 2002“ zusammengefasst und veröffentlicht.
Untermauert wurde der eingeschlagene Weg 2003 durch eine vom Gemeinderat einstimmig beschlossene „Energiedeklaration“. Darin ist ausdrücklich das Bekenntnis zur Förderung und zum Einsatz erneuerbarer Energie und der Wichtigkeit der Energieeffizienz angeführt.
2006 kam der Welser Gemeinderat überein das Energiesparkonzept zu evaluieren: Ergebnis war der 2008 vorgelegte „Energiebericht 2007“ mit einer fundiertne Daten- und Maßnahmen-Übersicht.
Im Jahr 2008 wurde vom Gemeinderat zusätzlich die wegweisende „Passivhaus-Deklaration 2008“ beschlossen. Eckpunkte darin sind:
2009 wurde schließlich das umfassende Vorreiterprojekt „Energiestadt Wels“ ins Leben gerufen um die Förderung, Koordinierung und Evaluierung der vielfältigen, bereits laufenden bzw. geplanten, Maßnahmen und Projekte verschiedener Organisationen sicherzustellen. Das mit Unterstützung des der Stadt Wels und dem Land Oö. gestartete Projekt läuft über drei Jahre und besteht aus dem umsetzungsorientierten Teilprojekt „EnergyLand-Neu“ und dem grundlagenorientierten Teilprojekt „Footprint Wels“. Das Projekt „Energiestadt Wels“ soll für Wels eine „Energiewende“ einläuten: Damit ist der langfristig angestrebte Ausstieg aus den fossilen Energieträgern, und die Positionierung als „Sonnenstadt“ gemeint. Kooperationspartner und wissenschaftliche Unterstützer des Projekts „Energiestadt Wels“ sind:
Zusätzlich sind in das umfassende, innovative Projekt weitere namhafte Experten und Organisationen eingebunden.